Viessmann Erweiterung EM-S1 Einleitung Die Viessmann Erweiterung EM-S1 ist eine kompakte Funktionsbaugruppe zur Wandmontage, die bestehende Regelungen in Heiz- und Solarsystemen um spezielle Funktionen erweitert. Sie dient als PlusBus-Teilnehmer und realisiert eine elektronische Temperatur-Differenzregelung zur bivalenten Trinkwassererwärmung und zur einfachen Heizungsunterstützung mit Pufferspeicher und Sonnenkollektoren. Die Erweiterung wurde von Viessmann entwickelt, um Solarerträge besser zu nutzen, die Systemeffizienz zu erhöhen und eine übersichtliche Diagnose zu ermöglichen. Vorteile und Besonderheiten Optimierte Nutzung von Solarerträgen durch solarertragsabhängige Unterdrückung der Nacherwärmung Integrierte Leistungsbilanzierung und Diagnosesystem zur besseren Systemüberwachung Drehzahlregelung der Solarkreispumpe über PWM-Eingang für bedarfsgerechte Förderleistung Intervallfunktion zur gesteuerten Nachheizung und Systemstabilisierung Lieferung inklusive Kollektor- und Speichertemperatursensoren (NTC 20 kOhm) mit fertigen Anschlussleitungen Einfache Wandmontage und PlusBus-Kompatibilität für die Integration in Viessmann-Anlagen Technische Details Die EM-S1 stellt eine elektronische Temperatur-Differenzregelung bereit, die speziell für bivalente Trinkwassererwärmung in Kombination mit Sonnenkollektoren und Pufferspeichern konzipiert ist. Das Gerät unterstützt eine PWM-Schnittstelle zur Drehzahlregelung der Solarkreispumpe, enthält eine Leistungsbilanzierung sowie ein integriertes Diagnosesystem zur Auswertung von Anlagenparametern. Zur Messung sind ein Kollektortemperatursensor (NTC 20 kOhm) mit 2,50 m Anschlussleitung und ein Speichertemperatursensor (NTC 20 kOhm) mit 3,60 m Anschlussleitung vorhanden; beide Sensoren werden mit Steckern geliefert. Als PlusBus-Teilnehmer lässt sich die Erweiterung in Viessmann-Komponenten einbinden und erhöht die Funktionalität bestehender Regelungen. Anwendung und Einsatzbereiche Die EM-S1 wird in Heiz- und Solaranlagen eingesetzt, die eine bivalente Trinkwassererwärmung sowie eine unterstützende Heizungsfunktion mit Pufferspeicher nutzen. Typische Einsatzfälle sind Einfamilienhäuser bis Mehrfamilienhäuser mit solarthermischer Kollektorinstallation, in denen die Solarkollektoren den zentralen Beitrag zur Warmwasserbereitung leisten sollen. Die Drehzahlregelung der Solarkreispumpe ermöglicht eine anforderungsgerechte Anpassung der Förderleistung, während die solarertragsabhängige Unterdrückung der Nacherwärmung durch den Wärmeerzeuger die Brennstoffnutzung reduziert. Die Intervallfunktion und das Diagnosesystem erleichtern den Betrieb und die Wartung der Gesamtanlage.